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In den Ländern der EU treten jährlich 25.000 neue Fälle des Zervix-Karzinoms auf, die in 12.000 Fällen zum Tod führen.
Epidemiologische Daten zeigen, dass eine frühzeitige Erkennung der Erkrankung durch zytologisches Screening die Sterbeziffer herabsetzen kann. Trotzdem ist die Zytologie methodisch
unzulänglich, was sowohl zu falsch negativen (z.B. invasive Karzinome) als auch zu falsch positiven Ergebnissen (5-15%) führt. Außerdem fehlt auch der Zytologie die
prognostische Wertigkeit, da sie nur den momentanen Zustand der Zervix beschreiben kann.
Eine Ergänzung des zytologischen Screenings bietet die molekulargenetische Testung und anschließende Typisierung des HPV. Das
Vorliegen von HPV-DNA mit hohem karzinogenen Potential identifiziert selbst bei negativer Zytologie sowohl eine Erkrankung als auch ein Progressionsrisiko. Klinische Studien belegen, dass
bei 95% aller Frauen, die an Zervix-Karzinom erkrankt waren, Papillomaviren nachgewiesen wurden, wovon 80% dieser Frauen mit den Hochrisikogruppen HPV 16,18,31,und 45 infiziert waren.
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Es wurde auch gezeigt, dass 15-28% der HPV-positiven Frauen trotz normalem zytologischen
Befund innerhalb von 2 Jahren intraepitheliale Neoplasien entwickelten, verglichen mit nur 1-3% der HPV-negativen Frauen. Mehrere Studien belegen die Bedeutung der Persistenz von HPV
-Infektion für die Progredienz von Zervixläsionen. Bei älteren Frauen spricht der HPV-Nachweis
offensichtlich mehr für eine persistierende Infektion. Während der Persistenzphase spricht eine
hohe HPV-Viruslast für die von Immunsystem nicht gehemmte Virusaktivität, die die Progredienz der Erkrankung stark begünstigen kann.
Auf weiteren Seite zeigen wir Ihnen die Materialgewinnung für die HPV-Typisierung und das diagnostisch/therapeutische Management bei nachgewiesenen HPV-Infektionen.
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