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Stand: 10.02.2007

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HPV-Diagnostik

Die Bedeutung des Humanen Papilloma-Virus (HPV) für die Entstehung des Zervix-Karzinoms der Frau wurde in den letzten Jahren sehr intensiv untersucht. In fast allen Karzinomen und Läsionen der Zervix konnten DNA-Sequenzen des HPV nachgewiesen werden, so dass eine Virusinduktion heute als gesichert gilt. Die International Agency of Research on Cancer (IARC) hat offiziell die HPV-Genotypen 16 und 18 als karzinogen und die Typen 31,33 und 35 als fakultativ karzinogen eingestuft. Die häufig vorkommenden Typen 6 und 11 werden hauptsächlich in extragenitalen Kondylomen und nicht-invasiven Läsionen gefunden. Ihr karzinogenes Potential ist offensichtlich gering.

In den Ländern der EU treten jährlich 25.000 neue Fälle des Zervix-Karzinoms auf, die in 12.000 Fällen zum Tod führen. Epidemiologische Daten zeigen, dass eine frühzeitige Erkennung der Erkrankung durch zytologisches Screening die Sterbeziffer herabsetzen kann. Trotzdem ist die Zytologie methodisch unzulänglich, was sowohl zu falsch negativen (z.B. invasive Karzinome) als auch zu falsch positiven Ergebnissen (5-15%) führt. Außerdem fehlt auch der Zytologie die prognostische Wertigkeit, da sie nur den momentanen Zustand der Zervix beschreiben kann.

Eine Ergänzung des zytologischen Screenings bietet die molekulargenetische Testung und anschließende Typisierung des HPV. Das Vorliegen von HPV-DNA mit hohem karzinogenen Potential identifiziert selbst bei negativer Zytologie sowohl eine Erkrankung als auch ein Progressionsrisiko. Klinische Studien belegen, dass bei 95% aller Frauen, die an Zervix-Karzinom erkrankt waren, Papillomaviren nachgewiesen wurden, wovon 80% dieser Frauen mit den Hochrisikogruppen HPV 16,18,31,und 45 infiziert waren.

Es wurde auch gezeigt, dass 15-28% der HPV-positiven Frauen trotz normalem zytologischen Befund innerhalb von 2 Jahren intraepitheliale Neoplasien entwickelten, verglichen mit nur 1-3% der HPV-negativen Frauen. Mehrere Studien belegen die Bedeutung der Persistenz von HPV -Infektion für die Progredienz von Zervixläsionen. Bei älteren Frauen spricht der HPV-Nachweis offensichtlich mehr für eine persistierende Infektion. Während der Persistenzphase spricht eine hohe HPV-Viruslast für die von Immunsystem nicht gehemmte Virusaktivität, die die Progredienz der Erkrankung stark begünstigen kann.

Auf weiteren Seite zeigen wir Ihnen die Materialgewinnung für die HPV-Typisierung und das diagnostisch/therapeutische Management bei nachgewiesenen HPV-Infektionen.