Woher auch immer er kam, er befand sich innerhalb des rechten Daumennagels: der Nagelpilz. Nach dem ersten Schreck überlegte ich mir, was nun am besten zu tun wäre. Bevor ich nun mit Halbwissen, an die Beseitigung des Übels heranging, entschloss ich mich zunächst einen Arzt zu konsultieren. Ich wollte einfach Gewissheit, dass es sich wirklich um Pilzbefall handelte.

Mein Doktor bestätigte meinen Verdacht, es handelte sich wirklich um einen Nagelpilz. Der Arzt riet mir zu Verschreibungspflichtigen Tabletten, diese würden am besten gegen den Pilz helfen. Erfreut wollte ich gerade aufatmen, da fing er an mich über die Behandlung aufzuklären. Die Tabletten könnten die Leber erheblich schädigen. Damit man dies unter Kontrolle behielt, müsste in Abständen Blut abgenommen werden. An Hand des Blutbildes kann gesehen werden, sollte die Leber in Gefahr geraten. Ich schaute auf den betroffenen Nagel und dann den Doktor an. Nein, das würde ich nicht machen. Zwar bin ich nicht so zimperlich auf Nebenwirkungen geeicht, aber das hier mit der Leber war mir für diese kleine Ursache an Risiko zu hoch. Und ganz ehrlich, ich bin ein Angsthase, wenn es um Blutabnahme geht.

Mein Arzt war somit auch nicht über meine Entscheidung erstaunt. Er riet mir zu einer Flüssigkeit zum Auftragen. Diese bekäme man in einer Apotheke. Dort begab ich mich sogleich hin und brachte mein Anliegen vor. Man besah sich kurz meinen Nagel und ich erhielt das Produkt, das mich von dem Pilz befreien sollte. Positiv war, dass ich rechtzeitig reagiert hatte und der Pilz noch nicht akut um sich gegriffen hatte. Der Apotheker verwies mich auch auf die Tabletten, mit dem Hinweis, dass diese Art der Behandlung länger dauern wird. Dies war mir jedoch egal, meine Leber war mir wichtiger.

Nun wollte ich auf Nummer sicher gehen und kaufte noch Thymiantee. Thymian gilt nicht nur als wohlschmeckendes Kräutergewürz, sondern ist ein anerkannter Ersatz für Antibiotika. Als damals Penicillin auf dem Markt kam, nutzten Mediziner für Arme, Thymian um Entzündungen in den Griff zu bekommen. Solange keine Allergie gegen das Gewächs besteht, kann es unbedenklich zum Einsatz kommen. Zuhause angelangt schabte bzw. raute ich mir mit einer Pfeile den Nagel des Daumens auf. In der Zwischenzeit kochte das Wasser und der Tee konnte ziehen. Als die Wassertemperatur erträglich schien, tauchte ich meinen Daumen samt Nagelpilz ein. Brr hieß … aber das musste sein, denn die Erreger sollen sich ja erschrecken und im Bestfall abgetötet werden. Ca. eine Stunde ließ ich den Daumen im Teewasser. Danach wartete ich mit der Tinktur auch nochmal eine weitere Stunde.

Der angeraute Nagel war durch das warme Bad gut vorbereitet die Flüssigkeit aufzunehmen. Ich machte diese Prozedere nun täglich. Das dauerte wirklich lange, aber nach Wochen schien der Nagelpilz nicht mehr unter dem Nagel zu sitzen. Dennoch hielt ich die nächsten 14 Tage den Daumen weiter alle 2 Tage in Thymianlösung. Bis heute gab es keinen erneuten Nagelpilzund dies ist nun zwei Jahre her.

Comments are closed.

Folge uns

Visit Us On TwitterVisit Us On FacebookCheck Our Feed

Literatur Empfehlung

Buch Empfehlung